Letzte Begegnung:
Ansbach Grizzlies vs. Nürnberg Rams
Spielort: Sportanlage Carolinum, Ansbach
Gameday: Sonntag, 18. Mai 2008
Kickoff :15.00 Uhr

„Mit diesem Sieg sind wir nun der Favorit für den Aufstieg und werden von den anderen Teams wohl gnadenlos gejagt werden“, so Trainer Jörg Hofmann, nach dem Abpfiff dieses fränkischen Klassikers.

Mit 0:27 lassen die Nürnberg Rams in Ansbach einen weiteren Rivalen um den Titelkampf hinter sich.
Doch die Trainer sind mit ihrer Offense, alles andere als zufrieden. Eine Art „Siegessicherheit“ gegenüber dem Gegner (diese waren mit gerade mal 17-18 Spielern aufgelaufen), ließ die Angriffsformation der Widder wohl bereits vor dem Kickoff der Partie, in fehlende Konzentration verfallen. Headcoach Ralf Prosiegel sagte nach dem „Shake Hands“ der Teams, „…unsere Offense ist nicht mit dem Kopf beim Spiel, sondern bereits bei der Siegesfeier, so etwas darf nicht sein, wir haben hier weit unter unserer Leistung gespielt, die Ansbacher dagegen waren Hochmotiviert und haben uns zumindest am Anfang des Matches gut Paroli geboten, dafür Respekt für solch eine Leistung mit so wenigen Spielern.“ Unsere Defense hat dafür zu „Null“ gespielt und sich auch diesmal nichts eingefangen, bisher haben wir 3 und unsere Verteidigung hat noch nicht einen einzigen Touchdown in dieser Saison zugelassen – auch heute wieder war dies eine absolute Glanzleistung des Nürnberger Bollwerks.

Kickoff pünktlich um 15.00 Uhr, durch Ansbach.
Die Rams bekamen in diesem Match, den Ball zuerst und starteten mit Anton Müller, Quarterback
# 4, an der eigenen 42 Yard Line.
Nervosität und fehlende Konzentration auf beiden Seiten, brachten den Ansbachern dumme Strafen ein, dies hatten die Graubären ihrer bekannten Aggressivität zu verdanken, dennoch konnten die Widder im weiterem Vorwärts kommen dieses Opening-Drives, erst einmal gebremst werden.

Die Rams schlossen ihre Angriffssequenz mittels Punt ab und übergaben das Ei an die Bären, an ihrer eigenen 15 Yard Line.
Die Offense der Gastgeber versuchte auch hier alles zu geben und wollte es im 4.Versuch bei nur 1 Yard zum nächsten 1st Down zu gehen unbedingt wissen und wurden von einer, über weite Strecken der Partie hinweg, sehr dominanten Nürnberger Verteidigung zum ersten mal an diesem Tage, am weiteren vordringen gestoppt.

Rams Offense-Coach Jörg Hofmann, unmittelbar nach dem ersten Angriffsdrive: „…Ansbach hat heute sein erstes Ligaspiel und konnte sich somit unsere beiden Begegnungen gegen Landsberg und Ingolstadt in Ruhe anschauen und sich gegen uns optimal einstellen, wir wissen absolut nichts über die diesjährigen Grizzlies. Weshalb wir nach diesem schlechten ersten Drive, sofort auf den Etatmäßigen Quarterback, Hannes Kranzfelder # 4 umgestellt haben, der auch den Ansbachern ab jetzt, mehr Probleme bereitet wird.

Nürnberg kam, so schien es, nun besser ins Spiel. Der schwer umkämpfte Raumgewinn wurde durch unnötige Strafen wieder rückgängig gemacht und so musste man sich hier lediglich mit einem 11 Yard Field Goal (3 Punkte) durch Zoran Sasik # 30, zufrieden geben.
Score: Mitte des 1.Quarters, 0:3 für Nürnberg.

Der anschließende Kickoff zu den Ansbachern brachte diesen auch gleich einen herben Ballverlust (Fumble) ein, der an der 29 Yard Line der Bären, durch den Nürnberger Markus Hartig # 71, gesichert werden konnte.
Jetzt heißt es 1st and 10 für die Gäste. Die ersten beiden Pässe vom Nürnberger Quarterback waren zu ungenau, aber im dritten Versuch, konnte Hannes Kranzfelder # 4, seinen Receiver Florian Rabe durch die Luft bedienen und dieser streckte sich sehenswert nach vorne und die Rams erhöhen auf 9:0. Zoran Sisak # 30, mit dem anschließendem PAT zum 10:0 für die Widder.

Ein “Déjà Vu” für die Graubären, die unmittelbar nach einem Kickoff der Ramböcke kein Glück haben sollten. Zwar wurde die „Pille“ diesmal beim Laufen festgehalten, doch bereits der erste Spielzug der Ansbacher nach dem Kick-Return, konnte durch den Nürnberger Defender, Eric Lidke # 11, abfangen (Interception) werden.
Erneut hieß es nun, 1st. Down an der Grizzlies 28 Yard Line.
Eigentlich die Wachablösung für Nürnberg, aber mit diesem Fehlpass des Gastgebers, wohl eher dass Weckkommando für die Hausherren. Die Ansbacher Verteidigung ging nun noch Aggressiver und wesentlich Konzentrierter ans Werk, was den Widdern nun zusätzlich wichtige Meter, durch dumme Strafen gekostet hatte, obwohl diese hier einige Yards wieder gutmachen konnten, wurden sie in diesem Drive von den Grizzlies klar gestoppt und zurück gedrängt. Der anschließende Field Goal Versuch (hierfür würde es 3 Punkte geben, wenn man ins schwarze trifft), ging knapp am Goalpost (Außenstange) vorbei und damit auch das Angriffsrecht zu den Bären über.

Die kommende Angriffsserie der Bezirkshauptstädter war von einigen Strafen und vielen unvollständigen Pässen geprägt, dennoch gelang es ihnen irgendwie, die Nürnberger Verteidigung mittels Pass, mit immerhin 26 Yards, durch die Luft zu überwinden, ebenso ein 18 Yard Lauf, in die Hälfte des Gegners. Trotzdem, die Widder hielten Hart dagegen und die Ansbacher mussten unmittelbar zu Beginn des 2.Quarters den Ball mittels Punt an die Widder abgeben.

Terrel Clark, Runningback # 10, war von seinem Geburtstagstrip wohl erholt und gut gelaunt zurück gekehrt und legte hier, mit einem 13 Yard Lauf, den Grundstein für einen erfolgreichen Abschluss dieser Angriffssequenz hin.
Ein herrlicher 15 Yard Pass von Hannes Kranzfelder # 4 zu seinen Receiver # 87 und Gerhard Hofmann und die Widder standen 10 Meter vor der Bärenhöhle. Erneut war es die # 10, Runningback Terrel Clark, der mittels Hand-Off den Ball vom Quarterback bekam und in die Endzone zu seinem ersten Touchdown gegen die Grizzlies lief. PAT durch Zoran Sisak # 30, 17:0 für Nürnberg.

Der nächste Drive von Meister Petz´s und seinem Gefolge, brachte diesen nichts ein, auch im 4.ten Versuch wollten Sie für nur 1 Yard Raumgewinn gehen und wurden erneut von einer tollen Rams Verteidigung gestoppt.

Endlich an diesem Tage, gab es mal ein abwechslungsreiches Angriffsspiel bei den Ramböcken zu sehen. Die Widder kämpften sich mit kurzen Pässen und tollen Läufen bis an die 1 Yard Line der Grizzlies heran und konnten im 3.ten Versuch, den ersehnten Touchdown nicht machen, so mussten sie sich mit wenigen Sekunden vor der Pause, nur mit einem gelungenen Field Goal Versuch
(3 Punkte), durch Zoran Sasik # 30, abfinden.

„In so einem Spiel gegen die Ansbach Grizzlies, können wir uns solche Fehler einfach nicht erlauben“, so die Coaches Ralf Prosiegel und Jörg Hofmann. Wenn wir diese 3 Punkte vorm Seitenwechsel nicht gemacht hätten, dann hätten wir die Grizzlies vielleicht sogar ins Spiel gebracht. Gerne hätten wir unseren Jungs den Touchdown gegönnt, aber besser ein Field Goal machen, als gar keine Punkte aus diesem Drive mit in die Kabine nehmen.
Pausenstand für die Gäste: 20:0.
Klare Worte der Nürnberger Trainer an die Offense-Spieler gab es dann in der Ruhezeit, dieser Partie.
Doch zuerst kam die Nürnberger Defense nach dem Halbzeitpfiff aufs Feld und konnte auch hier, den Ansbacher Angriff, im 4.ten Versuch, an der 50 Yard Line, vom Honigtopf verhalten.

Der erste Drive der Rams unmittelbar nach dem Seitenwechsel zum 3.Quarter. Die Offense hat noch immer die deutlichen Worte Ihrer Coaches im Ohr und will unbedingt zeigen, was sie noch so im Köcher versteckt haben.
1st and 10 und Hannes Kranzfelder bringt den Ball ins Spiel, Übergabe per Hand-Off an seinen Runningback # 10, Terrel Clark und dieser lief zur Hochform auf und damit allen davon, zu seinem 2ten Touchdown an diesem Tage.
Eigentlich sollte der Spielzug auf den linken Flügel gehen, aber die Bären warteten hier bereits auf den großen Kerl, welcher die Situation sofort erkannte und Blitzschnell die Richtung änderte, indem er zurück nach rechts rannte und damit ließ er seine Kontrahenten einfach hinter sich zurück.
Ein einziger Spielzug und ganze 50 Yards waren kurzerhand wie nichts gelaufen und die Bärenfalle schnappte zu. Zoran Sisak # 30, mit dem anschließendem PAT zum 27:0 für die Rams.

Ab jetzt war wohl allen klar, dass die Grizzlies hier nicht mehr viel reißen würden, da ihrem Team so langsam, aber sicher – die Bärenkräfte ausgehen würden, was den Nürnberger Coaches die Möglichkeit gab, die zweite Reihe aufs Feld zu senden um Erfahrung sammeln zu können.

Dennoch muss man sagen, dass die Ansbacher sich zu keiner Zeit aufgegeben haben und bis zum Schluss, Hart aber Fair für den Ehrentreffer gekämpft haben – Respekt.

Kickoff ins Toraus (Touchback) durch die Gäste und eine gute Angriffssequenz der Hausherren begann an der eigenen 20 Yard Line.
Immerhin drangen die Bären mittels einem solidem Laufspiels bis zur eigenen 46 Yard Line vor,
bevor der Ansbacher Quarterback seine 2te Interception in diesem Match warf.

Die Rams Offense startet hier an der eigenen 35 Yard Line zum nächsten Drive, nachdem der Nürnberger Defender, Orkun Orhunbilge # 35, kurz zuvor den Ball des Gegners, aus der Luft abfangen konnte.
Ein weiterer vielversprechender Angriffsversuch der Widder stand bevor, haben doch in diesem sich die Ramböcke aus der eigene Hälfte befreien können und sich bis an die Gegnerische 24 Yard Line heran gekämpft, bevor sie im 3ten Down, gestoppt und zu einem Field Goal Versuch gezwungen waren.
Zoran Sisak, # 30 bekam wohl den Fuß nicht richtig unter das Leder und der Ball flog zwar über des Gegners Köpfe hinweg, aber nicht ins Ziel hinein. Damit wurde auch gleichzeitig das letzte Spielviertel eingeläutet und die Ansbacher kamen in Ballbesitz.

Diese Angriffsserie brachte den Graubären nicht viel ein und somit wechselte das Angriffsrecht erneut mittels Punt an die Widder. So ging es auch im Schlussviertel munter weiter, bis der Schiedsrichter nach zwei weiteren erfolglosen Angriffsserien beider Teams, die Partie mit dem Schlusspfiff beendete.

Sehenswert im letzten Viertel aus Sicht der Widder war eigentlich noch ein herrlicher Quarterbacksack des Ansbacher Spielmachers, welcher durch den Nürnberger Quarterback, Anton Müller # 8 mit immerhin, 8 Yards Raumverlust zu Buche schlägt.

Das Resümee aus dieser Begegnung der Nürnberger Coaches, „ …Ansbach ist für die Rückrunde mit nicht zu unterschätzen, vor allem wenn Sie noch mehr Spielpraxis bekommen. Mein Respekt für diese Leistung, Sie haben sich niemals aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft, es hat lediglich die Kondition bei Ihnen nachgelassen“: …..“…wenn Sie sich noch besser Einspielen, dann sind Sie ein Gegner, den wir und die anderen Teams nicht Unterschätzen dürfen“.
Obwohl die Ansbacher viele Strafen kassiert haben, war dies ein sehr faires Match. Ansbach muss sich einfach mehr Konzentrieren um unnötige Strafen zu vermeiden (Offsides, False Start, etc…).

Wir haben nun 2 Wochen Pause bevor wir unser nächstes Heimspiel (Freundschaftsspiel) haben um unsere Fehler zu bearbeiten, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir Spielerisch hinwollen, wir haben heute nicht das gezeigt was wir können und dementsprechend muss bis zur Rückrunde dies Abgeschafft sein.

Ein bisschen Nostalgie lag schon in der Luft, standen sich beide Mannschaften zuletzt im Jahr 1991 in der Süddivision gegenüber, damals waren diese Teams allerdings noch in der 1.Bundesliga und dort will man früher oder später auch wieder hin.

Scorer Liste:
Nürnberg Rams:
Hannes Kranzfelder, Quarterback, # 4, 85 Passing Yards, 1 x Touchdown Pass = 6 Punkte
Terrel Clark, Runningback # 10, 129 Rushing Yards, 2 x Touchdown Lauf = 12 Punkte,
Forian Rabe, Receiver, # 81, 29 Catching Yards, 1 x Touchdown Catch = 6 Punkte
Zoran Sisak, # 30, 3 x Extra Punkte (PAT) = 3 Punkte, 2 x Field Goal = 6 Punkte, Total = 9 Punkte

Score by Quarter:
1st. Quarter: Ansbach 00 – Rams 10 (00:10)
2nd. Quarter: Ansbach 00 – Rams 10 (00:20)
3rd. Quarter: Ansbach 00 – Rams 07 (00:27)
4th. Quarter: Ansbach 00 – Rams 00 (00:27)

Nächstes Heimspiel der Nürnberg Rams (Freundschaftsspiel):
Nürnberg Rams vs. Hof Jokers
Spielort: Zeppelinfeld (Soldierfield), Kurt-Leucht-Weg, Nürnberg
Gameday: Sonntag, 01. Juni 2008
Kickoff :15.00 Uhr




Gute Seiten für Sportartikel



Comments

Name (erforderlich)

Email (erforderlich)

Webseite

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Share your wisdom